WhatsApp – Warnungen, Betrugsmaschen und Absicherung!


Zwei-Faktor-Authentifizierung bei WhatsApp aktivieren

Den Account von WhatsApp absichern ist ab sofort unter iOS und Android möglich. Gebt eine beliebige 6-stellige Zahlenkombination ein um Fremden den Zugang zu erschweren. Damit ihr, auch wenn ihr den Code vergisst, trotzdem an euren Account kommt, müsst ihr eine E-Mail-Adresse hinterlegen.

WhatsApp absichern durch Wissen und Besitz!

Bisher war die Funktion lediglich WhatsApp Benutzern unter dem Android Betriebssystem vorbehalten. Jetzt ist die Funktion auch für die Apple-Fraktion freigeschaltet worden. Unter beiden mobilen Betriebssystemen findet ihr die Funktion unter:

Einstellungen < Account < Verifizierung in zwei Schritten < Code

festlegen. Die einzige Sicherheit des WhatsApp Accounts basierte bisher auf dem Besitz der SIM-Karte. Diese Hürde könnt ihr nun mit der angebotenen Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöhen. Falls ihr den Code vergesst, ist das weiter nicht schlimm, solange ihr noch im Besitz der Zugangsdaten eurer hinterlegten E-Mail-Adresse seid. Damit das aber möglichst nicht vorkommt, verlangt die App in unregelmäßigen Abständen den Zahlencode von euch. Diese Aufforderung lässt sich, ohne die Eingabe des Codes, nicht deaktivieren.

WhatsApp unter iOS zusätzlich absichern!

Die Funktion des Instant Messengers ist unter iOS völlig neu – aber längst überfällig. Große Teile der Kommunikation werden mittlerweile über den Messenger abgewickelt, der zu Facebook gehört. Wer bei dem Messenger bleiben will und nicht auf eine Alternative wie z.B. Threema setzen will, der sollte jetzt WhatsApp absichern und einen Zahlencode setzen.

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WhatsApp unter Android zusätzlich absichern!

Wie bei vielen anderen Funktionen kamen auch in diesem Fall die Android User zuerst in den Genuss der Zwei-Faktor-Authentifizierung für WhatsApp. Die Verifizierung in zwei Schritten verbirgt sich dabei in den Account-Einstellungen. Anschließend wird man verständlich durch das Menü geführt.

Die nötige Menü-Navigation um die Zwei-Faktor-Authentifizierung unter Android zu aktivieren um Whatsapp absichern zu können
Die nötige Menü-Navigation um die Zwei-Faktor-Authentifizierung unter Android zu aktivieren. Quelle: stadt-bremerhaven.de

Die Verwendung einer externen App, wie z.B.  dem Google Authenticator, ist nicht möglich. Die Zusendung einer SMS oder eines Anrufes hingegen macht natürlich wenig Sinn, da auch hier „nur“ die SIM-Karte im Besitz des Angreifers sein muss.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung schützt Privatsphäre, Inhalte und Bilder

Die Funktion wurde bereits vor einiger Zeit für Android Nutzer freigeschaltet. Deshalb ist es wenig überraschend, dass diese nun die nötige „marktreife“ erreicht hat. Standardmäßig aktiviert ist die zusätzliche Account-Sicherheit nicht. Deshalb ist an dieser Stelle jeder einzelne Nutzer gefragt. Für weitere Informationen empfehle ich das enlischsprachige FAQ von Whatsapp selbst. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung könnt ihr übrigens auch bei Twitter aktivieren. Wer zahlreiche Websites nutzt, der kann auch einen Blick auf zweiter-Faktor.de werfen. Dort erfahrt ihr, welchen zweiten Faktor ihr wo aktivieren könnt.

Es gibt sie bzw. gab sie noch: Die Alleinstellungsmerkmal der andere Instant Messenger – das letzte Update hat nun Hand an den WhatsApp Gruppenchat gelegt und baut ein Feature nach, das gerade Telegram zahlreiche Nutzer gebracht hat.





Den einseitige WhatsApp Gruppenchat ist ab sofort verfügbar.

Was sich im ersten Augenblick unspektakulär liest ist eine äußerst nützliche Funktion. In einem WhatsApp Gruppenchat bahnt sich die systemweite Funktion an, dass nur der Admin oder ein ausgewählter Admin das Recht haben Nachricht innerhalb der Gruppe zu versenden.

Sobald eine WhatsApp Gruppe eine gewisse Größe erreicht, explodieren die Nachrichten förmlich. Kurz nicht am Handy oder beim Sport? 250 verpasste Nachrichten. Und man ist raus oder stellt die Gruppe stumm. Viel unnötiger Inhalt, eine rege Diskussionskultur – was auch immer die Gründe seien mögen: Übersichtlich ist das nicht.

Auch wenn einige Unternehmen WhatsApp gerade meiden wie der Teufel das Weihwasser – und das aufgrund der DSGVO teilweise zurecht – so hat längst nicht jede Organisation die monetären Mittel dieses Vorhaben auch umzusetzen. Insbesondere ist hier die Rede von Schulen. Ein im Klassen- oder gar Schulverband organisierter Gruppenchat ermöglicht eine schnelle, einseitige Kommunikation. WhatsApp zählt dieses Argument in dem eigenem Blog, neben Gemeindezentren und Gemeinnützigen Organisationen, selbst auf.

WhatsApp Gruppenchat Adminfunktionen
In den Gruppeneinstellungen verstecken sich die Funktionen um ausschließlich als Admin Nachrichten in die Gruppe senden zu können.

 

Es fällt auf, dass das Unternehmen viel Arbeit in die Aufbereitung der Gruppen steckt. So ist es seit geraumer Zeit möglich Gruppenbeschreibungen hinzuzufügen und Nutzer davor zu schützen immer wieder der Gruppe hinzugefügt zu werden.

Es gibt für andere Instant Messenger noch immer Alleinstellungsmerkmale.

Und auch wenn Facebook, Instagram und WhatsApp dafür bekannt sind sich an den Funktionen der Mitbewerber inspirieren zu lassen, so gibt es noch immer Funktionen anderer Messenger, die nur dort zu finden sind. Bei Threema z.B. lassen sich Abstimmungen direkt im Gruppenchat durchführen. Terminvereinbarungen lassen sich so schnell koordinieren.

Das besondere an Threema ist jedoch nach wie vor die Möglichkeit auch ohne Telefonnummer zu kommunizieren. Das ist nämlich genau der Nachteil der WhatsApp Gruppenchats: Das Mitgliederverzeichnis ist komplett transparent – Kein Synonym, Pseudonym o.ä.

Diese Punkte sollten in einem WhatsApp Gruppenchat beachtet werden!

Bei Telegram war es bisher üblich möglichst viele Personen in eine Gruppe zu bekommen. Das ist auch nach wie vor bei Telegram kein Problem, da die einen von den anderen nichts sehen. Es wird nur die Gruppengröße angezeigt. Bei WhatsApp ist das anders. Deshalb sollte vor dem Erstellen einer Gruppe folgendes beachtet werden:

  • zu welchem Zweck soll die Gruppe erstellt werden?
  • Ist jeder, den ich vor habe einzuladen, einverstanden, dass die anderen Teilnehmer die Nummer der Person erhalten?
  • Soll nur der Admin schreiben können, oder auch die Teilnehmer?

Wenn diese wichtigsten Eckpunkte geklärt sind, steht einer Kommunikation über einen Instant Messenger nicht mehr im Wege.


Vorsicht Betrugsmasche: WhatsApp Abo abgelaufen – Phishingnachrichten adressieren Instant Messenger!

Eine neue Phishingmail Welle kündigt an, dass das WhatsApp Abo abgelaufen sei. Seit 2016 ist der Messenger jedoch kostenlos. Die Versender der Nachricht sammeln neben persönlichen Informationen auch Daten über Kredit- und Mobilfunknummern.

Snapchat, Tiktok und WhatsApp. Alles Apps, die sich einer steigenden Beliebtheit erfreuen. Gerade letzteres ist die App, die heutzutage Anschluss ermöglicht. Wenn die Familie sich über bevorstehende Familienfeste austauscht & organisiert, die Arbeitskollegen sich in Gruppen zusammenschließen oder Studenten die Klausur Rekonstruktionen über Broadcast Listen teilen – spätestens dann merkt man ohne WhatsApp erst einmal, wie abgehangen man ohne wäre.

Der Instant Messenger feiert bald sein 10-jähriges. Im digitalen Zeitalter eigentlich ein Rentenalter. Viele Netzwerke überleben so eine Zeit nicht. Bei WhatsApp ist davon im Augenblick nichts zu spüren. Anfangs war der Instant Messenger kostenpflichtig – aber sehr günstig. Mit ca. 0,79 – 1,29 EUR / Jahr war der Dienst erheblich günstiger als z.B. der Versand mehrerer SMS. Seit 2016 ist der Dienst jedoch für alle Plattformen kostenlos. Diese Veränderung hat jedoch nicht jeder aktiv mitbekommen.

WhatsApp Abo beendet – Kriminelle üben Druck auf!

Plötzlich über WhatsApp nicht mehr kommunizieren! Ein großes Problem – im privaten Bereich dominiert der Messenger den Markt. Mit dieser Befürchtung arbeiten die Kriminellen. Die Nachricht fordert einen auf, wie gewöhnlich, einen Link zu einer externen Website anzuklicken. Es herrscht Handlungsbedarf, der Account wird geschlossen und kann im schlimmsten Fall nicht reaktiviert werden. Ein Klick auf den angegebenen Link führt zu einer Website, die von Betrügern betrieben wird. Die Eingabe von personenbezogenen Informationen sorgen für weitere Spam- und Phishingmails. Werden Informationen über Kreditkarten- und Mobilfunknummern ausgefüllt, sollten Betreiber bzw. Kreditinstitut informiert werden. Alleine auf den Klick auf den Link sollte verzichtet werden. Der Besuch der Website kann aufgenommen werden. Informationen die eingegeben – aber nicht abgesendet werden – können trotzdem gestohlen werden.

WhatsApp als Kommunikationsmittel erfreut sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit. Bei Schülern und Schülerinnen erhält man eine ganz gute Rückmeldung dazu, welchen Stellenwert ein Netzwerk oder eine App einnimmt. WhatsApp ist seit Jahren die App, die am umfangreichsten genutzt und wertgeschätzt wird. Der Kommunikationskanal „WhatsApp“ wird nach und nach auch für Unternehmen geöffnet. Gerade die Schnittstelle fürs Web ermöglicht auch zunehmende Angriffsfläche für Kriminelle. Falsche Nachrichten, Kettenbriefe, Anhänge und sonstige Betrugsmaschen funktionieren auch zunehmend auf diesem Wege.


WhatsApp warnt vor verdächtigen Links!

Die steigende Beliebtheit des weltweit meistgenutzten Instant Messenger ruft viele Kriminelle auf den Schirm – WhatsApp warnt euch deshalb in Zukunft vor unseriösen Links. Dieser Verantwortung wird der Anbieter der weltweit beliebtesten Instant Messenger App sich langsam bewusst. Die Prüfmechanismen finden dabei auf dem Gerät statt und bringen entsprechende Grenzen mit sich.

Vor ungewöhnlichen Zeichen wird im beliebten Messenger ab sofort gewarnt

Man muss nicht nur die richtigen Dinge tun, man muss sie auch richtig tun. So könnte das Urteil zur Entdeckungsstrategie von unseriösen Links bei WhatsApp lauten. Die Idee Nutzer zu warnen ist grundsätzlich eine gute. Nicht jeder kennt schließlich die Prüfprozesse um einen unseriösen Link zu erkennen.

Gut gemachte Links, bei denen z.B. kyrillische Zeichen verwendet werden, funktionieren dabei besonders gut. URLs mit ungewöhnlichen Zeichen stehen deshalb im Fokus der Warnungen. Da die Nachrichten bei WhatsApp auch Ende-zu-Ende verschlüsselt werden, ist die Prüfung auf den Servern auch nicht möglich. Das ist ja das gleiche Problem dem auch die E-Mail Anbieter bei einer Ende-zu-Ende Verschlüsselung unterliegen.

WhatsApp warnt euch demnächst vor Links, in denen ungewöhnliche Zeichen verwendet werden.
Eine dezente Warnmeldung „SUSPICIOUS LINK“ sticht hervor. Nutzer von WhatsApp könnte dieser Warnhinweis vor unseriösen Seiten retten. (Quelle wabetinfo.com)

Falls ihr trotz der Warnung auf den Link klickt, erhaltet ihr, bevor die Website lädt, direkt die nächste Warnung. Dort wird noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass es höchstwahrscheinlich eine betrügerische Website ist.

WhatsApp warnt euch doppelt. Ihr müsst nach einem Klick noch ein Warnfenster bestätigen.
WhatsApp warnt euch vor Websites mit ungewöhnlichen Zeichen. Wenn ihr die Seite trotzdem öffnen wollt, müsst ihr dies in einem Fenster noch einmal bestätigen. (Quelle: wabetainfo.com)

Die da Warnung lediglich durch ungewöhnliche Zeichen in der URL ausgelöst wird, werden diese in Zukunft wohl vermieden. Doch Betrugsmaschen sind nach wie vor möglich. Unternehmen sind kaum in der Lage alle URLs zu registrieren, mit denen sich Täuschungsmanöver durchführen ließen. Die neuen Top-Level-Domains steuern ihren Teil bei. WhatsApp warnt euch nur bei einem Teil der möglichen Betrugsmaschen.

Gerade im Instant Messaging Bereich feiern Kettenbriefe, Gutscheine und Falschmeldungen ein Revival. Bisher war eine gehörige Medienkompetenz nötig, um URLs mit kyrillischen Zeichen zu erkennen. Die neue Funktion macht es auch für Laien einfacher, nicht auf diesen Trick hereinzufallen. Doch es gibt noch eine Menge Baustellen in diesem Bereich. Sonderzeichen in URLs sind nur ein kleiner Teil davon aber ein guter Schritt in die richtige Richtung.


Die WhatsApp Bildersuche gegen Spam & Fakenews!

So wie es aussieht, wird gerade an einer WhatsApp Bildersuche gearbeitet. So wird es dem Benutzer möglich gemacht, erhaltene Bilder direkt in eine Google-Suchanfrage einzufügen. Der Nutzen hinter dieser Funktion soll es sein, dass gefälschte bzw. manipulierte Bilder einfacher zu erkennen sind, indem man  im Internet danach sucht. Bilder werden häufig bei Falschnachrichten komplett aus dem Kontext gerissen oder zugeschnitten. Eine WhatsApp Bildersuche kann helfen, die Originale aufzuspüren.

WhatsApp reagiert durch Spam-Filter

Ende Januar 2019 führte WhatsApp bereits eine Funktion ein, die sowohl Spam als auch die Verbreitung von Fakenews einschränken soll. Diese Funktion sorgt dafür, dass der Benutzer eine Nachricht nur noch an 5 verschiedene Kontakte gleichzeitig weiterleiten kann.

Durch diesen Schritt verlieren Kettenbriefe und Fakenews erheblich an Verbreitungsgeschwindigkeit. Fakenews erzielen nämlich nur dann ihren Zweck, wenn sie möglichst schnell viele Personen erreichen. Durch die Einführung der Grenze dauert es deutlich länger, solche Fakenews zu verbreiten. Entsprechend eingeschränkt ist deren Auswirkung.

Anders als die Meisten denken, hat WhatsApp keinen Zugriff auf die Nachrichten, die sich Nutzer untereinander schicken. Sowohl Nachrichten als auch Bilder werden Ende-zu-Ende verschlüsselt versendet, sodass WhatsApp das Bild nicht auf Manipulationen überprüfen kann. WhatsApp kann dem Benutzer diese Funktion durch eine Schnittstelle zwischen WhatsApp und Google (API) anbieten. Mit dieser Schnittstelle kann der Nutzer innerhalb von WhatsApp das Bild bei Google suchen lassen.

Dadurch werden alle Stellen gefunden, an denen dieses Bild aufgetaucht ist. Ist dasselbe Bild z.B. schon einmal vor 5 Jahren bei einem Gewinnspiel aufgetaucht, ist es wahrscheinlich, dass es sich jetzt um ein gefälschtes Gewinnspiel handelt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Seiten bei der Suche angezeigt werden, die dieses Bild eventuell schon als Fake enttarnt haben. Generell wird es für den User immer schwieriger Fakenews zu entdecken – aber mit dieser Funktion hilft WhatsApp dem Benutzer gefälschte Bilder zu enttarnen!

Was sind Fake-Nachrichten?

Bei Fake-Nachrichten handelt es sich um Informationen, die bewusst vom Sender manipuliert wurden. Selbst ein Bild, welches durch verschiedene Filter bearbeitet wurde kann als Fake-Nachricht klassifiziert werden. Durch verschiedene Apps ist es heutzutage nahezu jedem möglich ein Bild zu verändern. Dadurch, dass es inzwischen für jeden sehr einfach ist, Bilder zu bearbeiten, kommen sehr viele manipulierte Bilder in den Umlauf. Gefährlich wird es dann, wenn z.B. Gewinnspiele gefälscht werden. Hierfür benutzen die Kriminellen Bilder von richtigen Gewinnspielen und manipulieren diese so, dass ein angeblich neues Gewinnspiel stattfinden wird.

Ab heute könntet ihr mit WhatsApp Werbung konfrontiert werden. Ein Abkommen welches die WhatsApp Gründer nach dem Verkauf des Messengers mit Facebook hatten, ist heute abgelaufen. Dieses Abkommen beinhaltete, dass WhatsApp bis heute kein Geld in den Facebook Konzern spielen darf. Um nun mit WhatsApp Werbung Geld zu verdienen, sollen Anzeigen in der Status Funktion eingespielt werden. Wann genau die Plattform anfängt Werbung zu verteilen steht noch nicht fest. Im Laufe von 2019 soll es aber soweit sein. Wir diskutieren in diesem Blogpost nun die Bedeutung und mögliche Alternativen ohne Werbung zu WhatsApp.

Wo kommt die Werbung bei WhatsApp hin?

Die Statusfunktion wurde im Laufe der letzten zwei Jahre relativ still bei WhatsApp ausgerollt. Ähnlich wie bei Instagram Stories können Nutzer hier Fotos oder Videos mit all Ihren Kontakten teilen. Diese sind jedoch zeitlich begrenzt. Angeblich nutzen 450 Millionen Nutzer weltweit diese Funktion. Durch diese Änderung können Unternehmen nun auch in der WhatsApp Statusfunktion Werbung schalten. Die Frage ist, wie die Personalisierung der Werbung stattfindet. Ein erstes Indiz könnte der Ende Januar 2019 angekündigte Vorstoß sein, die drei Plattformen Facebook, WhatsApp und Instagram zu verschmelzen. So kann ein genaues Profil eines Nutzers erstellt werden und die Werbung zielgenau ausgerollt werden.

Dies sorgt natürlich für eine Menge Unmut, insbesondere in Deutschland und Europa, wo mit der DSGVO im letzten Jahr erst ein Schritt hin zu mehr Datensouveränität gemacht wurde. Die immer größer werdende Sammlung und Auswertung von Daten könnte für ein Umdenken vieler Nutzer sorgen und einen Messenger-Wechsel anstoßen. Die Beliebtheit des Messengers kommt aber auch bei Kriminellen gut an. Viele Betrugsmaschen die bei Whatsapp angewandt werden, zeigen wir im Rahmen unserer Live Hacking Shows. Zu dem zu Facebook gehörendem Messenger gibt es aber Alternativen.


Die WhatsApp Werbung umgehen – das sind Alternativen!

Es gibt unterschiedliche Alternativen zu WhatsApp – allerdings gibt es unserer Meinung nach zwei die besonders im privaten Bereich relevant und erfolgsversprechend sind. Die erste Alternative ist das schweizerische Threema. Die App bietet geprüfte Ende-zu-Ende Verschlüsselung und verlangt bei der Registrierung und Nutzung keine Telefonnummer. Dann werden Kontakte über einen alphanumerischen Code hinzugefügt. Gruppenchats werden zudem dezentral verwaltet, sodass Threema nicht weiß, wer in welchen Gruppen ist. Dies hat allerdings auch den Nachteil, dass sobald ein Admin aus der Gruppe raus ist die Gruppe nicht mehr verwaltet werden kann.

Eine weitere Aternative ist Signal. Textnachrichten und Telefonanrufe sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und der Messenger ist quelloffen. Das bedeutet, der Quellcode kann frei verfügbar eingesehen werden und durch eine Community geprüft werden. Die Telefonnummer muss bei diesem Messenger angegeben werden. Ein Nachteil von Signal ist die etwas spärlich gestaltete Benutzeroberfläche. Beide Whatsapp Alternativen enthalten keine Werbung.

Insbesondere Telegram wird häufig als dritte sichere und werbefreie Alternative genannt. Wir raten von der Nutzung von Telegram ab. Es werden beispielsweise immernoch unverschlüsselte Chats angeboten und auch das selbst entwickelte kryptographische Protokoll verknüpft Komponenten nicht in bewährter Weise. Außerdem wird oft kritisiert, dass die serverseitige Umsetzung des Protokolls nicht quelloffen ist, was ebenfalls zu Misstrauen führt.

Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook gestoppt – so geht es weiter!

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit zeigt Einsatz und versucht einen Keil zwischen den Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook zu treiben! Vor einem Monat hat WhatsApp die AGBs angepasst. Nun fordert Johannes Caspar dass alle bereits übermittelten Informationen und Daten gelöscht werden sollen.

Bei dem Instant Messenger WhatsApp und dem sozialen Netzwerk Facebook handelt es sich um eigenständige Unternehmen, die die Daten Ihrer Nutzer auf Grundlage der eigenen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen verarbeiten. Wir erinnern uns zwei Jahre zurück – Der Zukauf von WhatsApp kostet Facebook sage und schreibe 19 Milliarden USD. (Das ist mehr, als von so manchen Ländern das Bruttoinlandsprodukt) Damals wurde seitens Facebook ausgeschlossen, dass jemals ein Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook stattfinden wird. Dass sich das nun ändert, ist nicht nur ein Vertrauensbruch gegenüber den Nutzern, sondern auch eine Irreführung. Die folgende, unübersichtliche Meldung hat jeder WhatsApp Nutzer angezeigt bekommen:

Der angekündigte Datenaustausch zwischen Facebook und WhatsApp
So sah Ende August die Meldung in WhatsApp aus, dass in Zukunft Daten mit Facebook ausgetauscht werden.

Diese Information musste man jedoch erst aufklappen. Falls man also dem Austausch der Daten nicht zustimmen wollte, so musste man bei dieser unangekündigten Nachricht erst den Bereich aufklappen um dann den Haken zu setzen. Das hätte man bestimmt auch UI & UX freundlicher umsetzen können. Die Quintessenz beschreibt der Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit ganz gut und trifft es wie folgt auf den Punkt:

Die Anordnung schützt die Daten der ca. 35 Millionen WhatsApp-Nutzer in Deutschland. Es muss ihre jeweilige Entscheidung sein, ob sie eine Verbindung ihres Kontos mit Facebook wünschen. Dazu muss Facebook sie vorab um Erlaubnis fragen. Dies ist nicht geschehen. Dazu kommen noch viele Millionen Personen, deren Kontaktdaten aus den Adressbüchern der Nutzer zu WhatsApp hochgeladen wurden, ohne dass diese etwas mit Facebook oder WhatsApp zu tun haben müssen. (…)

Facebook hat mittlerweile reagiert und bezieht sich auf das Recht in Irland. Denn schließlich werden dort die Geschäfte betrieben. Aber Facebook ist gewillt sich den Fragen von Johannes Caspar zu stellen und diese zu beantworten um „Sorgen zu zerstreuen“.

Unsere Meinung zum Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook!

Neben Google bildet sich mit Facebook ein weiterer (gigantischer) Global Player im Netz, der alles kauft, was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Der 10 Jahres Plan von Facebook verrät dabei das Wesentliche. Auch wenn einige von Facebook abwandern und die Timeline satt sind, so haben die Wenigsten aus meinem Umfeld bedenken bei z.B. Instagram. Durch die AGB Änderung werden Aufschreie zum Wechsel von WhatsApp zwar etwas lauter – meine Befürchtung ist aber, dass das nach einer gewissen Zeit wieder abnimmt und WhatsApp noch weiter zulegt. Schließlich kommt kein anderer Instant Messenger nur annähernd an diese Reichweite – allein in Deutschland sind es bereits 35 Millionen Nutzer.


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