Wenn alles an einem Dienst hängt.. Der AWS Zwischenfall!

2006 gründete Amazon die  Web Services, die mittlerweile so beliebt sind, dass der AWS Zwischenfall vom 28.02. große Auswirkungen hatte. Eigentlich sollte das Internet dezentral und gerade deshalb immer verfügbar sein – außer es hängt am Ende wieder alles von und an einem Dienst. Ganze Plattformen waren nicht mehr verfügbar, Nutzer entsprechend ratlos und Unternehmen abhängig von der schnellen Fehlerbehebung seitens Amazon.


Die Verfügbarkeit von Diensten ist abhängig von der Verlässlichkeit der Mitarbeiter!

Es sind Vorfälle wie diese, die eindrucksvoll vorführen: Es reicht ein falscher Befehl um zahlreiche Dienste vom Netz zu nehmen! Der AWS Zwischenfall reiht sich damit in die Vorfälle ein, welche auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Erst vor kurzem, genauer gesagt am 01.02, war GitLab nicht verfügbar.

Auch hier war menschliches Versagen verantwortlich. Dort wurde ein vermeintlich leerer Ordner gelöscht, hinter dem sich eine 300 GB Datenbank verborgen hat. Die fünf Back Up Strategien haben, ganz gemäß Murphys Gesetz, nicht viel geholfen. Der Angriff auf DynDNS ist zwar nicht direkt mit menschlichem Versagen in Zusammenhang zu bringen – wohl aber mit dem Verlass auf einen einzigen Dienst.




Das steckt hinter dem AWS Zwischenfall!

Mittlerweile hat Amazon eine Mitteilung veröffentlicht und Stellung zu den Ereignissen bezieht. Liest man den ersten Absatz, wird das Problem direkt beschrieben:

Unfortunately, one of the inputs to the command was entered incorrectly and a larger set of servers was removed than intended. (aws)

Durch den falschen Befehl wurden einige große Dienste zeitweise vom Netz genommen. Darunter waren u.a.: Dropbox, Netflix, Reddit, Foursquare, IFTTT. Gerade letzteres kann kritisch werden, da durch „if this then that“ bereits diverse Heimautomatisierungsdienste gesteuert werden. Kein IFTTT, keine Haussteuerung, kein Licht.

Meine Meinung zum AWS Zwischenfall!

Amazon wirbt mit einer Verfügbarkeit von 99,9% – doch wenn die 0,1% greifen ist die Kacke am dampfen. AWS bedient 31% der Marktanteile im Cloud Bereich und ist damit Marktführer. Vorfälle wie diese zeigen: Viele Anbieter wie Trello, Slack und die oben aufgelisteten sind in dem Augenblick so abhängig von Amazon, wie der Staat von Steuereinnamen. Ob es am Ende immer Amazon sein muss „weil es günstig ist“ oder andere Anbieter in Frage kommen? Gerade IBM und Microsoft versuchen dem Konzern die Markführung abzunehmen.

Weitere Informationen und Quellen

[1] Amazon-Cloud-Ausfall: Ein simpler Tippfehler war schuld (wired)
[2] Summary of the Amazon S3 Service Disruption in the Northern Viriginia Region (aws)


Schreibe einen Kommentar