Schriftart Noto – Die Monster Schriftart von Google

Ab und zu muss man Zeichen des nicht alltäglichen Lebens gebrauchen – seien es mathematische Zeichen oder Buchstaben aus einem anderem Alphabet. Die Verwendung spezieller Schriftarten macht hier große Probleme. Oft ist nur das Alphabet darin enthalten, in manchen Fällen noch Zahlen – selten aber darüber hinaus. Die Schriftart Noto von Google will dieses Problem beseitigen. Es sind schlichtweg alle Sprachen und Zeichen darin enthalten!


Die Schriftart Noto – woher kommt der Name?

Wenn das System, auf dem man arbeitet und die empfangene Nachricht lesen will, die Zeichen in der Nachricht nicht kennt, dann erscheinen sie als Kästchen. Oft sind es entweder mathematische Operationen oder Buchstaben aus einem anderen Alphabet. Das macht nicht nur das Nutzererlebnis zunichte, es macht auch die Nachricht unlesbar. Wenn dass der Fall ist, dann greift ein Platzhalter namens „Tofu“. Da die Schriftart Noto dem Tofu den gar aus machen will, lag die Namensgebung auf der Hand: No more Tofu!




Wie viele Sprachen enthält die Schriftart Noto und wie groß ist der benötigte Speicher?

Noto ist in Sachen Schriftarten ein regelrechtes Monster. Die Schriftart beinhaltet ganze 800 Sprachen und 100 Schriftsysteme. Das kostet auch einiges an Speicherplatz. Will jemand die komplette Schriftart installieren, für dessen Download eine extra Website1 eingerichtet worden ist, dann benötigt man ganze 470,5 MB freien Speicherplatz.

Das ist für eine Schriftart gigantisch viel Platz. Das meiste fällt jedoch auf die folgenden Schriften zurück:

  • Notos Sans CJK JP (115.5 MB)
  • Noto Sans CJK KR (115,6 MB)
  • Noto Sans CJK SC (115,5 MB)
  • Noto Sans CJK TC (115,6 MB)

Summiert man diese Schriftarten, dann kommt man auf ca. 460 MB. Da es sich hierbei um asiatische Schriftzeichen handelt, benötigt die vielleicht nicht jeder – oder nur auf Abruf. Am Ende benötigen die „Europäer“ wohl also nur 10,5 MB freien Speicher, um „Tofu“ in Zukunft zu verhindern!

Meine Meinung zur Schriftart Noto!

Obwohl die Technik immer weiter voranschreitet, wir Drohnen in die Luft steigen lassen, begleiten uns noch technische Probleme, die es seit Anfang der 90er Jahre gibt. Gemeint ist die fehlerhafte Darstellung von Zeichen, da diese in der Schrift oder dem System nicht vorhanden sind.

Dass ein solch großes Projekt (mal wieder) von Google gestemmt wird, wundert wohl keinen. Wer generell wissen will, wie die Entwicklung bei Google abläuft, der sollte einen Blick riskieren. Die Schriftart Noto sucht seinesgleichen – Konkurrenz gibt es nicht wirklich. Wer also in Zukunft Schrift und Zeichentechnisch gut aufgestellt sein will, der wird mit Noto mehr als glücklich!

Wer der Entstehung einer Schriftart zusehen will, der kann das hier tun:

Weitere Informationen und Quellen

[1] Googles neue Schriftart spricht 800 Sprachen (gp-magazin)
[2] Beautiful and free fonts for all languages (Google)


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