Raspberry Pi 400 – der Minicomputer in einer Tastatur!

Es ist gar nicht so leicht Dinge neu zu denken – der Raspberry Pi Foundation ist aber das nun mit dem Minicomputer gelungen und hat den Raspberry Pi 400 veröffentlicht. Dabei werden neue Zielgruppen adressiert. Bei der Wahl des richtigen Einplatinencomputers sollte jedoch sorgfältig überlegt werden. Die neue Variante bringt Vor- aber auch Nachteile mit sich!


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Was ist der Raspberry Pi?

Hinter dem Raspberry Pi verbirgt sich ein Einplatinencomputer. Ein modulares System und zahlreiche Möglichkeiten den kleinen Computer auf die Bedürfnisse anzupassen, haben das Gerät zum meistverkauften, britischen Computer gemacht. Technik trifft Preis: Für den Computer alleine müssen zwischen 5 und 75 Euro ausgegeben werden. Den bisherigen Versionen sieht man hingegen an, dass diese für Bastler und Programmierer gemacht sind. Schließlich lässt sich direkt ein Blick auf die Platine werfen. Auch die Anschlüsse sind für jeden offenbar ersichtlich.

Mit der Hilfe von Zubehör oder einem 3D-Drucker war es dann noch möglich ein Gehäuse zu basteln. Der kleine Einplatinencomputer funktioniert aber grundsätzlich auch ohne. Zahllose Projekte haben sich mittlerweile entwickelt. Werbung netzwerkweit blocken? Kein Problem mit dem piHole. Oder aber den eigenen UniFi Controller installieren und für das eigene Netzwerk betreiben? Auch kein Problem! Aber auch für Angriffe auf IT-Systeme ist der Pi gut geeignet. So wurde z.B. schon die Nasa über einen Raspberry Pi gehackt.




Was unterscheidet den 400 von anderen Raspberry Pi Modellen?

Nun hat die hinter dem Pi stehen Foundation den „Raspberry Pi 400“ veröffentlicht. Dabei wurde der bereits flexible Minicomputer neu gedacht und hat ein neues zu Hause gefunden. Platz finden der Einplatinenrechner nämlich ab sofort in einem Tastaturgehäuse.

Der Raspberry Pi 400 in der Frontansicht
Der Raspberry Pi 400 in der Frontansicht (QUelle:raspberrypi.org)

Für kaufinteressierte Personen ist vor allem die Verfügbarkeit des gewohnten Tastatur-Layouts entscheidend. Anders wie auf dem Bild abgebildet, ist der Pi 400 auch im deutschen (QWERTZ) Layout erhältlich. Auf Anschlüsse verzichten muss dabei nimmt, der auf das neue Modelle zurückgreift.

Auch der Raspberry Pi 400 hat zahlreiche Anschlüsse
Auch der Raspberry Pi 400 hat zahlreiche Anschlüsse (Quelle: Raspberrypi.org)

Die LAN-Schnittstelle ist Gigabit fähig. Mit zwei HDMI und drei USB-Anschlüssen werden zahlreiche Möglichkeiten der Konnektivität bereitgestellt. An nötige Adapter muss jedoch gedacht werden: Bei den HDMI Anschlüsseln handelt es sich um Mini HDMI. Im Umfang ist das Netzteil enthalten. Der Strom findet über USB-C den Weg zum Computer – zukunftsorientiert. Käufer:innen können sich auch auf eine Maus freuen. Benötigt werden also nur noch Bildschirme. Dann kann es mit dem basteln losgehen!

Vor- und Nachteile des Raspberry Pi in der Tastatur

Die Vorteile des einen sind die Nachteile des anderen. Der ursprüngliche Minicomputer kann ohne weiteres im Serverraum oder am Router platziert werden. Gerade wenn der Pi einen Dienst verrichtet, der ihn dazu zwingt fortlaufend angeschaltet zu sein – dann macht es Sinn die „ursprüngliche“ Version des Computers zu erwerben.

Wann also erfüllt der Raspberry Pi 400 seinen Zweck? Zu Beginn der Corona-Krise wäre dieses Gerät perfekt für Schüler:innen geeignet. Benötigt vor Ort wird „nur“:

  • Strom
  • Bildschirm
  • Maus

Wenn das vorhanden ist, dann könnten Schüler:innen loslegen mit dem lernen, ausprobieren oder programmieren. Oder allem gleichzeitig. Für den, der das Gerät also nicht am Router oder Server platzieren will, für den ist die Anschaffung, je nach Anwendungsfall, sinnvoll. Mit Hilfe der Healbox ließe sich, ausschließlich mit einer Tastatur, auch ein ziemlich sicherer Arbeitsplatz herrichten.

Fazit – für wen der Tastaturcomputer sinnvoll ist!

Also – für wen ist die Tastatur denn nun? Für jeden, der gerne mit der Desktop Oberfläche vom Raspberry Pi arbeiten oder lernen will. Für jeden, der damit liebäugelt ein Gerät anzuschaffen, damit dieses nur einen Dienst verrichten soll (z.B. Retro Pi, Gameboy Zero) sollte lieber zur ursprünglichen Version greifen. Auch Bastelprojekte wie den Raspberry Pi Gameboy Zero lassen sich nur mit einer speziellen Raspberry Pi Version umsetzen. Die Auswahl wird größer, die Möglichkeiten aber auch. Der Raspberry Pi 400 ist aus unserer Sicht eine sinnvolle Ergänzung der Produktfamilie und wird auch bei uns ein neues zu Hause finden.