Privatsphäre als Luxusgut der Zukunft?

Markus Beckedahl, der Chef und Gründer von Netzpolitik.org1, schaut für t3n in die Glaskugel. Ein durchaus lesenswerter Kommentar! Warum die Haltung von Unternehmen eine essentielle Rolle spielt und das Thema Datenschutz kaum die Massen bewegt.


Privatsphäre als Luxusgut – Weiter, weiter, weiter; AGB’s akzeptiert

Welchen Preis man für eine kostenlose App am Ende bezahlt, ist wohl den wenigsten Menschen bekannt. Denn wer liest sich schon die AGBs bei jeder App durch, die er herunterlädt? Ein großes Problem ist aber der Umfang solcher Dokumente. Denn nicht selten bringen sie es, ausgedruckt, auf eine zweistellige Seitenanzahl. Das ist keinem zuzumuten. Hinzu kommt, dass der Datenschutz teilweise als „Innovationsbremse“ angesehen wird. In verschlüsselte Kommunikation kann schließlich keine künstliche Intelligenz von Google eingreifen. Siehe Google Allo2.

Andere Produkte würden sich hingegen auch gar nicht finanzieren lassen, wenn ausschließlich verschlüsselt kommuniziert werden würde. Ein Beispiel ist Gmail. Durch die Analyse von Emails und der Einblendung von Werbung, finanziert sich dieser Service.




Kundendaten sind Unternehmenswerte? Dann behandelt sie auch so!

Ein weiteres Beispiel wird von Markus3 angeführt, in dem er auf die Möglichkeiten eingeht, die ein Unternehmen hat staatlichen Ansprüchen gerecht zu werden. So ist z.B. die intransparente Kommunikation zwischen Yahoo und dem Staat ein negativ Beispiel, für die Befriedigung der Bedürfnisse des Staates. Mein persönliches positiv Beispiel ist die Datenhaltung von posteo, wie auch deren Transparenz gegenüber dem Kunden. Sie waren mit die ersten Mailanbieter, die einen Transparenzbericht4 veröffentlicht haben.

In Deutschland verzeichnen Posteo und Mailbox.org gerade ein rasantes Wachstum – was auf die Handhabung mit den Kundendaten, wie auch eine Empfehlung seitens von Testberichten5, zurückzuführen ist. Aber auch Browser sind nicht einfach zu handhaben. Denn hier werden auch fleissig Daten ausgetauscht und getrackt.

Meine persönliche Meinung zum Thema „Privatsphäre als Luxusgut“!

Datenschutz und Privatsphäre im Internet sind ein wenig wie Mathe. Abstrakt, kaum greifbar und erfordert Arbeit, es zu verstehen und anzuwenden. Der Kommentar von Markus Beckedahl erstreckt sich über zwei Seiten6 – in denen er über aktuelle Themen spricht, die jeden etwas angehen. Dabei spricht er nicht nur über den Fehler, seinen 10-Finger-Tippkurs abgebrochen zu haben, sondern auch über den vermeintlichen de-facto Standard der Ende-zu-Ende Verschlüsselung im Messenger Bereich.

Meine Leseempfehlung!

Weitere Informationen und Quellen

[1] Markus Beckedahl: Privatspgäre droht zum Luxusprodukt zu werden
[2] Netzpolitik.org – Website
[3] Mailanbieter Posteo veröffentlicht Transparenzbericht 2015 (technique-blog)
[4] Die besten E-Mail Anbieter 2016 sind kostenpflichtig! (technique-blog)
[5] Finger weg von Allo! Datenschutzdisaster und Privatsphärefeind! (technique-blog)


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