Die besondere Bildbearbeitungssoftware Prisma!

Schon lange ist es nichts mehr besonderes ein Bild des Augenblicks oder der selbst geschaffenen Kunst hochzuladen. Seit es das soziale Bildernetzwerk Instagram gibt, ist es auch üblich geworden die Bilder vorher zu bearbeiten. Bei Instagram kann man Filter und diverse Einstellungen vornehmen. In letzter Zeit tummeln sich aber dort Bilder, die nicht mit den üblichen Filtern erstellt worden sind. Diese Schnappschüsse sind mit der iOS App Prisma geschossen! Prisma arbeitet mit der Transformation des kompletten Bildes und arbeitet anders als Filter.


Für wen ist die Prisma App erhältlich?

Ursprünglich war die App lediglich für das mobile Betriebssystem iOS, also für iPhone und iPad, bestimmt. Vor wenigen Tagen hat jedoch die Firma die Türen offen gemacht für Android User.

Die Prisma App im iOS App Store
Die Prisma App im iOS App Store

Offiziell ist die App noch nicht im Google Store erhältlich. Das hindert jedoch nicht daran, die APK herunterzuladen und zu installieren. So kommen dann auch Android User auf den Geschmack der App! Es kam zwischenzeitlich jedoch zur Blockierung der Android App. Verwiesen wurde auf den offiziellen Start der App.




Wie funktioniert die Prisma App?

Bildbearbeitung ist rechenintensiv. Wer schon einmal mit größeren Effekten in Photoshop gearbeitet hat, wird das wissen. Für die nötige Rechenpower, die anfällt um die Bilder zu transformieren, sorgen die Server des Startups hinter der App. Die nötige Rechenleistung eines Smartphones reicht schlicht nicht aus für die Berechnung. Wer also die Bilder durch die App bearbeiten lässt, der lädt diese auch auf die Server hoch! Mit der entsprechenden Datenschutzerklärung räumt man der App auch viele Rechte ein, was dem ganzen einen bitteren Beigeschmack liefert.

Etwas besonders zeichnet die App jedoch außerdem aus:

„Eine einzigartige Kombination aus neuronalen Netzwerken und künstlicher Intelligenz hilft euch, erinnerungswürdige Momente in zeitlose Kunst zu verwandeln.“

Für die Transformation der Bilder kommen also neuronale Netzwerke zum tragen. Wie man sich die Funktionsweise eines solchen Netzwerkes in Kombination mit künstlicher Intelligenz vorstellen kann, könnt ihr in dem Video unten sehen.

Wie sehen Bilder aus, nachdem sie von Prisma bearbeitet wurden?

Eine Foto-App lebt und stirbt mit den produzierten Ergebnissen. Wer in den vergangenen Tagen nicht gerade Offline war, wird um die Ergebnisse dieser App nicht drumherum gekommen sein. Um den vorher nachher Effekt darstellen zu können, hier das Originalbild:

Originales Bild - nicht bearbeitet mit der Prisma App
Das originale Bild – noch nicht bearbeitet!

Hier sind einige Beispiele von Kunstwerken, die mithilfe der Prisma App erstellt wurden:

Bild bearbeitet mit Prisma App Dreams
Das Orignalbild wurde durch die Prisma App mit dem Transformationsmodus „Dreams“ bearbeitet.

 

Das Orignalbild wurde durch die Prisma App mit dem Transformationsmodus "Electric" bearbeitet.
Das Orignalbild wurde durch die Prisma App mit dem Transformationsmodus „Electric“ bearbeitet.

Es gibt insgesamt 36 Möglichkeiten zur Transformation eines Bildes. Der Kreativität sind also fast keine Grenzen gesetzt.

Wer sind die Entwickler hinter Prisma?

Bei der App handelt es sich um ein Startup aus Russland. Gegründet wurde es von Alexej Moissejenkow. Die nötigen Mittel, für die Finanzierung liefert die russische Internet-Holding Mail.ru Group9. Hier nochmal auf die Datenschutzerklärung aufmerksam gemacht. Sind die Daten einmal auf russischen Servern gelandet, kann man nicht mehr nachvollziehen, was damit angestellt wird.

Aussicht & Fazit der Prisma App

Die App aus Russland wurde bereits 650.000 mal heruntergeladen. Für eine recht neue App beeindruckende Zahlen und wohl nur von Pokemon Go vorerst in den Schatten zu stellen. Bislang ist die App auch kostenlos. Eingeblendete Werbebanner sind minimal. In Zukunft liegt es nahe, ein Geschäftsmodell mit den Transformationsmodis zu betreiben, oder die Anzahl der Bilder pro Woche/Monat zu beschränken. Außerdem haben die Entwickler bekannt gegeben, dass die Funktion ganze Videos zu transformieren bald kommen soll! Alles in allem macht die App aber jede Menge Spaß. Da die App noch kostenlos ist, empfehle ich sie einfach mal auszuprobieren. Ein simples Motiv ist schließlich schnell gefunden. Viel Spaß!

Weitere Informationen und Quellen

[1][Download] Die Prisma-App für iOS
[2] Prisma Website
[3] Prisma Website – Datenschutzerklärung
[4] Giga – Beliebte Kamera-App endlich für Android verfügbar
[5] Gründerszene – Die Panik um Prisma ist unbegründet
[6] Gründerszene – So abgefahren werden die Prisma-Videos
[7] Gründerszene – Fünf Fragen und Antworten zur gefeierten Foto-App

Video zur Darstellung der Funktionsweise von neuronalen Netzwerken in Kombination mit künstlicher Intelligenz


0 Gedanken zu „Die besondere Bildbearbeitungssoftware Prisma!“

  1. Die App macht wirklich sehr viel Spaß! Es ist durchaus etwas Neues. Den Schrei nach Datenschutz kann ich bedingt verstehen. Dass die Bilder an Dritte weiterverkauft werden können ist doof, wird aber wahrscheinlich in der Reakität – wie bei Instagram – nicht passieren. Andererseits kann ich aber auch völlig verstehen, dass es ein Geschäftsmodell geben muss. Die Server bzw. das neuronale Netz, dass dahintersteckt, muss betrieben werden.

  2. Hallo Christopher Piontek!
    Erst einmal danke für dein Kommentar. Das ist nämlich der erste hier auf dem Blog!
    Das mit dem Datenschutz und den Datenschutzbestimmungen ist leider Standard – bei großen Netzwerken wie auch bei Apps wie Prisma, da gebe ich dir Recht. Trotzdem sollte einem bewusst sein, dass das Bild das Handy verlässt. Offensichtlich ist das auf den ersten Blick ja nicht.
    Ein Geschäftsmodell muss es natürlich geben. Aber ich wäre auch bereit für Prisma 0,99 € auszugeben, oder ggbfs. mehr, wenn ich dafür das Recht an meinem Bild vollständig behalte.
    Grüße aus dem Pott!
    Chris

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