Linux Laptop – Gute Distributionen für den Einstieg!


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Der alte Laptop wird immer langsamer oder Windows 10 Updates lassen sich nicht installieren? Dann wird es zeit für den Versuch auf, einen Linux Laptop umzusteigen. Dabei wird kein neuer Laptop benötigt. Mit Linux lässt sich auch der alte Laptop noch mal „auf Touren“ bringen. Doch welches Linux passt zu Ihnen?

Der Linux Laptop

Fast alle im Handel erhältlichen Laptops werden mit dem Betriebssystem Microsoft Windows ausgeliefert. Selten stößt man auf Laptops „ohne Betriebssystem“ oder beispielsweise beim Hersteller HP auf einen „FreeDOS“ Laptop. Letzteres dient dem Zweck, Lizenzkosten zu sparen und die eingesparten Kosten an den Nutzer weiterzugeben. Keine Lizenzkosten – das ist ein Vorteil von Linux.

Unzählige Betriebssystemvarianten von Linux können kostenfrei heruntergeladen und verwendet werden, dabei fällt es schwer, die richtige Variante zu finden. Viele dieser Varianten setzen auf den gleichen Betriebssystem-Kern, dem Kernel. Bekannt sind hier als Beispiel die Grundsysteme von Debian, Slackware und Red-Hat. Für den Standardnutzer eher wichtig ist jedoch die Benutzeroberfläche und die Bedienung des Systems.




Linux Mint für den Windows Umsteiger

Das wohl aktuell beliebteste Linux ist eine Variante von Ubuntu (Debian-Abkömmling), genannt Linux Mint. Hier hat ein Nutzer das von Microsoft Windows bekannte Startmenü zur Verfügung. Anwendungen können klassisch per Doppelklick vom Desktop gestartet werden. Möchte man eine zusätzliche Anwendung hinzufügen, lässt sich der Software Manager verwenden. Dort finden sich viele bekannte Programme wie Spotify, Audacity oder auch Steam.

Bereits vor der Installation muss sich der Nutzer zwischen einen der drei Desktop-Oberflächen entscheiden. Cinnamon, Mint oder Xfce stehen zur Auswahl. Grundlegend bleibt bei allen Oberflächen vieles gleich. Unterschiede zeigen sich zum Beispiel bei der Ordnerverwaltung oder der Aufteilung der Symbole im Startmenü. Welche der Oberflächen einem mehr gefällt, ist persönlicher Geschmack. Linux Mint benötigt für das System minimal einen Arbeitsspeicher in der Größe von 1GB. Der nachfolgende Screenshot zeigt Linux Mint Xfce.

Linux Mint
Linux Mint Xfce erinnert an die gewohnte Desktop-Oberfläche von Microsoft Windows und ist daher eine gute Alternative.

Probleme mit der Hardware

Linux ist weniger weit verbreitet wie Microsoft Windows und Apple Mac OS. Während Apple den Vorteil hat, hauptsächlich auf vorab festgelegter Hardware zu laufen, müssen Linux und Windows mit den unterschiedlichsten Systemkonfigurationen hantieren. Hier zu behaupten, dass immer alles einwandfrei funktioniert, wäre falsch. Durch die geringe Reichweite von Linux kommt es gegebenenfalls zu Treiberproblemen mit der verwendeten Hardware. So kann häufig zum Beispiel nicht die volle Leistung einer für Gaming ausgelegten Grafikkarte erreicht werden, da für diese Komponenten die Hersteller nur aktuelle Treiber für Windows bereitstellen. Dennoch ist es heutzutage möglich durch die Plattform „Steam“ auch Computerspiele auf Linux Laptops zu spielen.

Um sicherzugehen, dass Ihr Laptop oder Computer auch Linux kompatibel ist, gibt es die Möglichkeit es in einem Livesystem auszuprobieren. Hierzu die entsprechende Linux-Version auswählen und auf eine CD brennen oder auf einen startbaren USB-Stick kopieren. Schon kann das Livesystem gestartet werden, ohne dann Änderungen an der Hardware oder der Festplatte vorgenommen werden. Funktioniert etwas nicht oder das System ist nicht kompatibel, treten die entsprechenden Fehlermeldungen bereits im Livesystem auf.

Vom Mac Book zum Linux Laptop

Auch Apple Nutzer können sich ohne große Umstellung auf eine Linux Variante einstellen. Hierzu kann das klassische Ubunutu verwendet werden. Die für Apple Nutzer bekannte Fensterverwaltung sowie die Programmstartleiste an der linken Seite macht den Umstieg leicht.

Für Windows Nutzer gestaltet sich das klassische Ubunutu etwas gewöhnungsbedürftig, da zum Beispiel die Menüknöpfe für Schließen eines Fensters sich nach der Standardinstallation auf der oberen linken Seite befinden und nicht wie im europäischen Raum üblich auf der oberen rechten Seite eines Fensters. Häufige genutzte Programme finden sich aber auch in der klassischen Ubuntu Variante wieder. Ubuntu gibt den Arbeitsspeicherbedarf mit 2GB und für den besseren Betrieb mindestens einen Zweikern-Prozessor als Anforderung an.

Der ältere Linux Laptop mit Lubuntu

Kommt ein Laptop mit verhältnismäßig deutlich schwächerer Hardware als für das Jahr 2021 üblich zum Einsatz, kann auf die Distribution Lubunutu gesetzt werden. Hier wird die Benutzeroberfläche LXDE verwendet, welche sehr sparsam und abgespeckt ist, aber dafür auch auf alter Hardware noch ruckelfrei funktioniert. Die Entwickler bieten sogar eine „alternate“ Version an, die auf Computern mit weniger als 700MB Arbeitsspeicher lauffähig ist. Ein Nachteil der Lubuntu Variante ist jedoch, dass durch die hohe Kompatibilität auch nur ein geringerer Teil an Applikationen mitgeliefert werden kann.


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