Die IT-Security Trends 2019 – das kommt auf uns zu!

Was sind die IT-Security Trends 2019? Diese Frage und dazugehörige Antworten stellen sich gerade zahlreiche Firmen, Blogger und andere IT-Sicherheitsaffine Menschen.

Ob alles zutrifft? Gar nicht so wichtig – es zeigt aber eine Einschätzung, wo wir heute stehen und was die Schreibenden glauben, was möglich ist. Dem wollen wir uns anschließen – das sind unsere Trends!


Unsere Top 3 IT-Security Trends 2019!

1. Der Mensch rückt weiter in den Fokus.

Die Firewall ist eingerichtet, die Richtlinien sind gepflegt, die Antivirensoftware ist auf dem neusten Stand. Und in der anderen Ecke steht Dave. Und Dave ist das eigentliche Problem. Er ist der sog. DAU. Das Akronym steht für „Dümmster anzunehmender User“. Nicht ganz nett, für die Person, die mit der IT-Welt nicht bewandert ist.

In den vergangenen zwei Jahren haben Unternehmen die Herausforderung in Angriff genommen. Schulungen, Awareness Kampagnen und Informationsmaterial sind gute Möglichkeiten um Kenntnisse zu schaffen und zu erweitern. Doch nach wie vor ist es schwierig den Erfolg solcher Kampagnen messbar, greifbar und nachhaltig zu gestalten. Einer unserer IT-Security Trends 2019 ist deshalb, dass die erfolgreichen Angriffen, in denen menschliche Schwächen ausgenutzt werden, zunehmen.

2. Der Datendiebstahl ist und bleibt ein großes Problem!

Das Stehlen von Daten ist schon seit Jahren ein Problem für alle Beteiligten. Die Unternehmen verdienen Millionen, wenn nicht gar Milliarden, mit dem Sammeln und Verarbeiten von Daten – dass dieser Goldschatz auch für Kriminelle interessant ist, dürfte niemanden wundern. Aus diesem Grund ist es 2018 zu beachtlichen Datendiebstählen gekommen.

In Deutschland haben besonders zwei Fälle für Aufsehen gesorgt:

  1. Der Datendiebstahl bei Knuddels.de
    Die Chatplattform hat sich umfangreiche Datensätze stehlen lassen. Dies ist der erste bekannte Fall, in dem ein Unternehmen für einen Datendiebstahl zur Kasse gebeten worden ist – und zwar nach der seit 25.05 in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung.
  2. Der Datenabfluss bei der Domainfactory
    Domains kaufen, verwalten und übertragen. Alles möglich bei der Domainfactory. Schlecht nur, wenn ein Feed, über den sich umfangreiche Kundendaten abfangen ließen, in fremde Hände gerät. Motivation den Feed zu freizugeben war übrigens die DSGVO.

Aber auch international haben Marriott und Quora in dem letzten Quartal 2018 für Wirbel gesorgt. Insgesamt sind mehr als 700 Millionen Accounts betroffen. Wenn wenige Plattformen viele Daten sammeln ist die Verantwortung groß. Dieser Verantwortung werden nicht alle Unternehmen gerecht. Auf Platz zwei unserer IT-Security Trends 2019 ist deshalb der Datendiebstahl.

3. Schnittstellen, Internet of Things und die Softwarequalität!

Klingt nach drei Punkten – am Ende laufen sie jedoch zusammen und sorgen für Probleme bei Vielen. So werden z.B. APIs 2019 nicht unwichtiger – ganz im Gegenteil. Viele Plattformen buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer – und wenn man nicht einer der Big Four ist, ist es ein guter Weg sich für andere Plattformen zu öffnen und Schnittstellen bereitzustellen. Doch diese Schnittstellen sollten sorgfältig geprüft und abgesichert werden. Wir haben 2018 bereits festgestellt, dass gerade dort häufig der Hase im Pfeffer liegt.

Und auch das Internet of Things darf in unserer Prognose nicht fehlen. Gerade dann, wenn viele leistungsschwache Geräte in einem Botnetz gesammelt sind, kann es zum Problem für alle werden. Für das Internet notwendige Services, wie z.B. DNS Anbieter, können durch DDoS Attacken vom Netz genommen werden. Hierbei entstehen zwar vorrangig finanzielle Schäden – doch die IT-Trends für die nächsten Jahre lassen Szenarien aus Science-Fiction Filmen Realität werden. Ein Stichwort ist an dieser Stelle das autonome Fahren.

Zu guter Letzt kommt die Softwarequalität. In manchen Branchen ist die Herausforderung größer als in anderen. So gibt es etablierte Softwareentwicklungsmethoden in der Raumfahrt, die für eine erhöhte Qualität der Software sorgen. Von diesen Methoden sind reguläre Softwarestudios jedoch weit entfernt – sie selbst sind daran jedoch nicht zwingend Schuld. Der Preiskampf unter den Unternehmen sorgt für das entsprechende Niveau: So viel IT-Security, wie der Auftraggeber bezahlt. Unsere IT-Security Trends 2019 beschreiben an ausgewählten Stellen die mangelnde Softwarequalität, die zu Sicherheitsmängeln und zur Ausnutzung dieser Schwachstellen führt.

Keines dieser Probleme kann kurzfristig gelöst werden. Dadurch zeigt sich jedoch, dass der Bereich umfangreich, die Herausforderungen komplex und die Mitarbeit von Vielen nötig ist, um die kriminelle Energie von Wenigen in Schach zu halten. Das sind unsere IT-Security Trends 2019. Dieser werden uns wohl auch 2020 und die folgenden Jahre einholen. Aber dann werden wir uns wieder lesen, hoffentlich Herausforderungen streichen und eventuell neue, bisher unbekannte Probleme aufnehmen.


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