Agentur für Innovation in der Cybersicherheit gegründet!

Es gibt eine neue deutsche Bundesbehörde, die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit, die für mehr Sicherheit im Bereich der IT sorgen soll. 350 Millionen Euro werden bis 2023 zur Verfügung gestellt und sollen das IT-Sicherheitsniveau in Deutschland erhöhen. Dennoch gibt es Gegenstimmen zu dieser neuen Bundesbehörde – von wem diese Gegenstimmen kommen und mit welchen Argumenten gegen die neue Bundesbehörde argumentiert wird erläutern wir in diesem Blogbeitrag.

Schutz der Deutschen Bürger

Die neue Bundesbehörde ist laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ein „Meilenstein zum Schutz unserer IT-Systeme“. Mit den 350 Millionen Euro stehen von Beginn an ca. 100 Arbeitsplätze zur Verfügung, die von IT-Sicherheitsexperten besetzt werden sollen.

Der Hauptsitz der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit befindet sich in Halle. Der Sitz in Halle ist jedoch ein Übergangssitz, ab 2022 soll sich die Bundesbehörde am Flughafen Leipzig/Halle befinden. Die Standortsuche war unter anderem ein Grund dafür, dass sich die Gründung etwas verschoben hat, denn bereits seit Ende August 2018 stehen konkrete Pläne für die neue Behörde.

Die konkrete Aufgabe der Bundesbehörde ist es, vielversprechende Entwicklungen in der IT-Sicherheit zu entdecken und zu fördern. Verschiedene Projekte sollen erstellt und durchgeführt werden um neue Erkenntnisse zu sammeln. Sämtliche gewonnene Erkenntnisse sollen der Bundesregierung zur Verfügung gestellt werden um die innere und äußere IT-Sicherheit zu verbessern. Langfristig soll so die Abhängigkeit von ausländischer Hilfe im Bereich der IT-Sicherheit gesenkt werden.

Kritik an der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit

Es gibt mehrere Baustellen an denen die neue Bundesbehörde arbeiten muss. Ein großes Problem ist wohl die Personalsuche. 100 Experten im Bereich der IT-Sicherheit zu finden ist nun die Aufgabe des Forschungsdirektors Prof. Dr. Igel, der bislang als ein führender Kopf am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz gearbeitet hat.

Die Tatsache, dass ein Experte im Bereich von künstlicher Intelligenz nun der Forschungsdirektor im Bereich der IT-Sicherheit ist, wird in einem bekannten IT-Sicherheitsblog kritisiert. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit gemeinsam vom Verteidigungs- und vom Bundesinnenministerium getragen wird. Die Kritik hieran lautet, dass beide Ministerien wenig mit IT-Sicherheit zu tun haben, denn das Verteidigungsministerium befasst sich mit der offensiven Sicherheit und das Bundesministerium hat in der Vergangenheit durch bspw. den Staatstrojaner nicht gezeigt, dass es sich besonders für die IT-Sicherheit einsetzt.




Allgemein bleibt es jedoch abzuwarten, welche Ergebnisse die neue Bundesbehörde erzielen kann. Es ist jedoch auffällig, dass sich bereits von Beginn an viele Kritiker äußern und an dem Nutzen der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit zweifeln.


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