Ab sofort ist Threema Open Source!

Ab sofort ist Threema Open Source. Dritten muss nicht mehr vertraut oder dem Hersteller geglaubt werden – jeder kann sich ab sofort selber ein Bild vom Quellcode machen. Der Schritt soll Transparenz schaffen und das erarbeitete Vertrauen zementieren. Der veröffentlichte Quellcode unterliegt dabei der der AGPLv3 Lizenz.


Ein Schritt der überrascht – Threema ist ab sofort Open Source!

Es ist der Vorteil so einiger Instant Messenger: Sie sind Open Source. Seit Jahren wurden bereits Diskussionen darüber geführt wie seriös oder unseriös Threema doch ist. Der Grund? Der Quellcode ist schlichtweg nicht offen. Auch die Untersuchung unabhängiger Dritter konnte dabei nicht jeden überzeugen. Diesen Grund räumt der Messenger aus der Schweiz nun aus dem Weg und veröffentlichte nun den vollständigen Programmiercode.

Ab sofort ist Threema Open Source
Jeder kann den Quellcode von Threema bei Github einsehen. (Quelle:Github.com)

Wer also den einen oder anderen Blick im Quellcode wagen will, kann dies jetzt tun. Programmierkenntnisse sowie Software-Architektur Know-How sind definitiv von Vorteil. Der Blick kann aber auch interessant sein für Menschen, die sonst nichts mit Software zu tun haben. So können Aufwand und Komplexität dargestellt werden. Vielleicht lässt sich so die ein oder andere Hürde abbauen etwas für Software zu bezahlen. Die App selbst ist zum größten Teil in Java geschrieben.

Die Veröffentlichung von Quellcode ist für die Threema GmbH nichts neues. So waren bereits die kryptographischen Verfahren, also der Herzstück der Sicherheit, öffentlich einsehbar. Dank der sogenannten Reproducible Builds lässt sich verifizieren, dass der Code bei GitHub mit der Version im Google Play Store übereinstimmt. Vorerst ist dieses Feature nur für Android verfügbar.




Die eigene App zu veröffentlichen ist „nicht mal eben so“ erledigt

Bevor eine App das öffentliche Licht der Welt erblickt ist viel Arbeit nötig. Der Quellcode muss vorbereitet, sortiert und von Kommentaren befreit bzw. ergänzt werden. Auch muss sich das Unternehmen, das wirtschaftlich von den Downloads der App abhängig ist, über mögliche Gefahren im Klaren sein. So kann die Konkurrenz sich z.B. vom Quellcode inspirieren lassen.

In der Vergangenheit haben wir bereits mehrfach über Threema berichtet. Moderne Funktionen wie der Web Client sind seit Anfang 2017 verfügbar. Aber auch steigende Downloadzahlen, durch die Anpassung der WhatsApp AGBs, konnte der alternative Messenger verzeichnen. Diese Effekte sind leider nur von kurzer Dauer. WhatsApp ist nach wie vor der Platzhirsch. Signal, Telegram und Threema haben jedoch auch Ihre Zielgruppen.