Nur noch 37 Darknet-Shops aktiv!

Der Handel im Darknet sorgt regelmäßig für Schlagzeilen und viele Fragezeichen – doch die Anzahl der verfügbare und erreichbaren Darknet-Shops nimmt kontinuierlich zu und ab. Mittlerweile wird nur noch von 37 größeren, sogenannten Markets gesprochen. Im Februar diesen Jahres waren noch 59 Markets gezählt worden. Nicht immer werden die Plätze aus eigener Motivation geschlossen.


Darknet-Shops machen noch immer Umsätze in Millionenhöhe!

Die Corona-Pandemie befeuert den online Handel. So steht es auch um den Austausch von Waren gegen Bezahlung im Darknet gut. Zwischen 100 und 175 Millionen USD werden pro Monat auf den Umschlagsplätzen im ominösen Darknet umgesetzt. Hohe Summen. Doch während des Lockdowns bzw. Einschränkungen ist es natürlich schwieriger den persönlichen Kontakt zu pflegen.

Die Einnahmen in den Darknet-Shops steigt und fällt mit den Jahreszeiten und der Corona-Pandemie.
Der Umsatz der Darknet-Shops steigt und fällt mit den Jahreszeiten und der Pandemie. Quelle:chainalysis.com

Das Geschäft mit zahlreichen Waren, die sich ansonsten nicht im Internet handeln lassen, funktioniert also. Auch wenn dem gegenüber das Risiko steht gefasst zu werden, riskieren Menschen nach wie vor den Ein- und Verkauf sowie den Betrieb einer solchen Plattform. Sehr wenige Darknet-Shops gab es Anfang 2015. Auf weniger als 20 Plattformen konnte eingekauft werden.

Die Anzahl der Darknet-Shops schwankt stark
Die Anzahl der Darknet-Shops schwankt stark (Quelle: chainaylsis.com)



Auch im Darknet gelten die Gesetze des Internets: The Winner-Takes-All

Die steigende Anzahl an verfügbaren Darknet-Shops ist vergleichbar mit der Anzahl an Kurznachrichtendiensten, sozialen Netzwerken und Streamingplattformen: Es gibt zahlreiche, doch am Ende kristiallisieren sich wenige heraus und werden zum Marktführer.

Dieses Prinzip erwarten einige auch bei den aktiven Darknet-Shops. Dabei gab es mit Silkroad in der Vergangenheit bereits einen de facto Marktführer. Die Anstrengungen des FBIs haben an der Stelle aber Früchte getragen und führ den Shutdown der Plattform gesorgt. Auf digitalen, stabilen Beinen stehen die Plattformen selten. So hat ein Angriff auf den Darknet-Hosting Dienst „Freedom Hosting II“ bis zu einem fünftel der Dienste im Darknet offline genommen.

Bei dem Thema schlafen die Ermittlungsbehörden nicht. Der Franzose Gal Vallerius wurde im August 2017 verhaftet. Er wollte für einen Bart-Wettbewerb in die Staaten reisen. Hat dies auch getan – wurde jedoch zügig festgenommen und zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Er war der Betreiber des Darknet-Shops Dream Market. Interessant war die Herangehensweise der Ermittler: 15 von 17 Transaktionen zur Versteigerung eines „Trinkgeld-Glases“ führten zu Gal. Anlass genug sich der weiteren Analyse zu widmen: Festgestellt wurde anhand des Schreibstils bei Instagram, dass es sich bei dem Benutzernamen „Oxymonster“ um Gal handeln muss. Daraufhin wurde der Haftbefehl erlassen. Die 700.000 USD in seinem Wallet musste er ebenfalls abgeben.